Oliver Lindner

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Zugehört #2 – Mit Nicole Stelzer vom Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt

Nicole StelzerAm 04. September 2013 habe ich mit der Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalt Nicole Stelzer über jugendpolitische Themen gesprochen. Wir haben uns über die aktuelle Haushaltsdiskussion, über die Forderung nach dem Wahlalter 16 auch bei Bundes- und Landtagswahlen und über Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in der Kommunalpolitik unterhalten.

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. ist ein Dachverband von Kinder- und Jugendverbänden, wie Sportverbänden, Feuerwehren oder den Pfadfindern.

Ich halte die Forderung nach einem Wahlalter ab 16 Jahre für absolut gerechtfertigt. Jugendliche mit 16 Jahren haben heute mindestens dieselbe durchschnittliche Reife, wie ältere Menschen auch. Es muss doch darum gehen, die Vorteile und aber auch die Verpflichtungen der Demokratie früh deutlich zu machen. Zudem werden vielleicht auch mit einer Absenkung des Wahlalters die Interessen der Jüngeren politisch besser gehört.

In der aktuellen Diskussion um die möglichen Kürzungen bei der Jugendpauschale und dem Fachkräfteprogramm, geht es – meiner Meinung zu Recht – darum, dass die kommunale Aufgabe auch mit kommunalen Geld bezahlt wird. Die Sicht der Jugendverbände ist insofern nachvollziehbar, dass sie befürchten, dass die Kommunen nicht in gleicher Höhe mit eigenen Mitteln einspringen. Ich meine, dass daher die kommunale Lobby für Kinder- und Jugendarbeit gestärkt werden muss, weil es langfristig zu einer Rekommunalisierung der Aufgaben kommen muss.

Die Frage, die uns zuletzt bewegt hat, ist die Beteiligung von Kinder und Jugendlichen vor Ort. Der KJR möchte gern, dass bei der ohnehin anstehenden Novellierung der Kommunalverfassung. die Beteiligung von jungen Bürgerinnen und Bürgern gestärkt wird. Dafür gibt es viele gute Instrumente, die prinzipiell heute schon genutzt werden könnten. Da dies nicht überall angewendet wird, könnte eine gesetzliche Regelung hilfreich sein. Ich denke, dass grundsätzlich mehr Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei kommunalen Entscheidungen wichtig ist.

Das ganze Gespräch können Sie sich hier anhören.

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